Liebesfund

Liebesfund

 

Meine Un-Perfektheit erstellte viele Mauern. Zu mir, zu Dir, zu Euch.

Meine Mauern wiederum erwiesen sich als Labyrinth….ihnen zu folgen heißt:

Nicht zu wissen wohin, aber immer zum Ziel, auch wenn es zwischenzeitlich nach Außen geht……es führt zum Ziel.

Sich blind anvertrauen, die Mauern ertastent, Schritt für Schritt zu gehen,

führt zum Ziel.

Dort fand ich es:

ein kleines, feines Herz, das halb erfroren und halb schwarz dort lag.

Ich nahm es in die Hand, liebevoll wärmend.

Ich küßte es und hauchte zart wohlwarm Luft.

Und der Strahl, der sich herauswand, suchte seinen Weg zurück.

Zu Euch, meine Kinder. Es berührte Euch, streichelte die Seelen.

Zu Dir, mein Liebster, der mir immer seine Hand reichte.

Zu Euch, meine Lieben um mich herum, die mir so fern erschienen,

Ich blicke Euch, ich fühle Euch.

Und entlang dieses einen Strahles kann

ich

endlich

berühren.

 

Traumes Segen

Traumes Segen

 

Elfenhand reichte mir den Segen.

Wassergeist tat seinen hinzu.

Segen flogen hinein ins Wasser, tief zum Traum.

Der rekelte sich amüsiert.

 

„Was erwartest Du von mir?

Wieso soll ich zu Dir kommen, Du Menschenkind.

Dein Geist schaut an mir vorbei.

Deine Augen sind blind.

Dein Herz ist mit seinem Takt beschäftigt.

Alle Deine Sinne sind eingesperrt.

Was also willst Du Menschenkind?“

 

„Dich schaun,

hören,

riechen,

fühlen

und

in die Welt tragen.

Das ist meine Sehnsucht.

Traum, wende dich nicht ab.

Ich bin hier.“

Glaubenswissen

Glaubenswissen

Sie schüttelte sich. Schon wieder. Immer wenn sie dachte, sie hätte sich geirrt, griff es wieder nach ihr.

Das Gefühl schmeichelte ihr, lockte, und es wirkte so unwirklich real, an ihr klebend, unangenehm.

Sie betastete ihren Oberarm. Tröstlich zu spüren da zu sein.

Aber dennoch…..

Eine weiße Pristerin schwebte halb durchsichtig im Raum. Fremd, kalt und unendlich schön.

Sie hockte sich hin, die Arme um die Knie geschlungen.

Bittere schwarze Tränen rannen ihre Wangen herunter.

Ein Zittern ließ sie nie allein.

Und niemand glaubte ihr.

Befreit

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Und sie sah auf ihre Hände. Und sie schaute sich um….

War das alles?

War das wirklich alles?

Was konnte es noch geben?

Langsam erhob sie sich aus ihrem Sessel. Schlurfend durchquerte sie das kleine Wohnzimmer um die alte Kiste zu öffnen. Die kleine Schatzkiste, sagte sie sich immer.

In dieser lag er, ihr Traum. Schon immer geträumt.

Sorgfältig verstaut.

Behütet.

Geheim.

Sie wusste, niemals würde sie ihm Leben einhauchen können.

Sorgfältig hüllte sie ihn in ihre Hände.

Eine Träne floss die trockenen Wangen herunter.

War das wirklich alles?

Sie begab sich auf ihren Balkon.

Sonne ließ ihr Haar grauglänzen. Sonne ließ die Träne funkeln.

Und mit einem plötzlich erfüllten Frieden ließ sie ihn frei, ihren ungelebten Traum.

Traumfaden…

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Wo kommt er her, der Faden, der rote Faden ist irgendwie nicht mehr so rot…..so gerade, er ist …. ja wie ist er eigentlich…dieser wolleiweicheknuschel Faden….er ist grau….hingesehen….nein….das ist kein grau…..

 

Wo zieht er hin, der Faden, der weiche  Faden ist irgendwie nicht mehr so weich….so gerade, er ist … ja wie ist er eigentlich, dieser warmweichstabilhalte Faden … er ist butterweich…hingefühlt, nein er ist haltefest…..

 

Wo gehen wir hin, der Faden und ich?