Eine Schattenseite der Schulbegleitung

Eine Schattenseite der Schulbegleitung

So einige Male habe ich von meiner Liebe zu meinem Beruf erzählt. Aber es gibt da auch etwas, was mir so gar nicht gefällt und an die Nieren geht. Das ist der teilweise Umgang vom Ämtern und Arbeitgebern mit uns Schulbegleitern.

Wenn ich meine Kolleg*Innen beobachte, sehe ich engagierte Menschen, die über das, was sie tun müssten, hinaus arbeiten. Und mit Seele dabei sind.

Die meisten bekommen nur Jahresverträge. Das heißt, sie wissen oft nicht, wie es nach den Ferien für sie weitergeht. Und das ist sehr belastend. Und wie ich finde ein Unding im Umgang mit Menschen.

Dieses Jahr musste ich miterleben, wie zwei Kollegen von ihren Schülern getrennt wurden, ohne das mit Ihnen vorher gesprochen oder sie mit einbezogen wurden. Noch schlimmer, ein Kollege wurde von seinem Schüler getrennt, damit sie ihm keinen Festvertrag geben müssen. (Nach drei Jahren hätte ihm einer zugestanden.)

Auch in meinem Fall wurden Entscheidungen für mich gefällt, ohne dass jemand mit mir gesprochen hätte. Warum eigentlich? Ich weiß es nicht.

Ich gehöre zu den wenigen, die einen Festvertrag haben. Deshalb kann ich mit ruhigen Gefühl in die Ferien gehen. Aber die Spannung, die die Kolleg*innen haben, die nicht wissen wie es weitergeht, ist so heftig.

Dann werden wir Schulbegleiter in zwei Gruppen eingeteilt: Fachlich und Nichtfachlich. Die Nichtfachlichen erhalten die Hälfte des Gehaltes. Das ist eine Unwürdigung ihrer Arbeit, die stark im pflegerischen Bereich ist. Viele Kollegen müssen einen Nebenjob machen um ausreichend Geld zu haben.

Darüber bin ich sauer. Wir leisten eine gute und wichtige Arbeit.

Das musste ich jetzt mal loswerden.

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Abschied….mein Schüler geht in sein erwachsenes Leben

Abschied….mein Schüler geht in sein erwachsenes Leben

Es ist soweit: Noch eine Woche und 2 Tage, dann wird mein Schüler entlassen. Und nicht nur er, alle 10klässler gehen. Dies war meine erste Schulbegleitung, seit drei Jahren bin ich dabei. 3 Jahre habe ich mit meinem Schüler gearbeitet…..und natürlich auch mit den anderen.

Sie sind mir alle ans Herz gewachsen. Jeder und Jede haben schon feste Pläne, was sie machen werden.

Der Abschied fällt mir schwer. Auf der einen Seite freue ich mich, wie sich die jungen Menschen entwickelt haben. Auf der anderen Seite werden sie mir fehlen.

Auch von dem Lehrerteam muss ich mich verabschieden. Sie bleiben an der Schule, ich werde sie sehen, aber nicht mehr mit ihnen zusammenarbeiten. Weil ich die Oberstufe verlasse. Auch hier Freude und Tränen. Denn ich habe erfahren wie es sein kann zu arbeiten, wenn Wertschätzung an erster Stelle steht.

Und meine Schulbegleiterkolleginnen werden auch in andere Klassen gehen.

Ich bin stolz und glücklich auf meinen Schüler, der den Drang hat, sein eigenes Leben zu leben.

Ich bin stolz auf die jungen Menschenschen, die ihr Leben in die Hand nehmen ohne sich von ihren Handycaps beirren zu lassen. So große Herzen. Viel durfte ich von ihnen lernen. Viel von Symphatie und Wärme durfte ich entgegenehmen.

An der Abschiesfeier brauche ich viele Taschentücher. Tränen der Traurigkeit und Freude und Rührung.

Und dann ist schon ein Teil meines Herzens bei meinem neuen Schüler, seinen Mitschülern, meinen neuen Kollegen. Ich darf an dieser Schule bleiben.

Und ein neues Abenteuer wird beginnen.

Tschakka

Etwas Plausch aus meinem Schulbegleiterinnenleben

Etwas Plausch aus meinem Schulbegleiterinnenleben

Jetzt habe ich Urlaub. Immer wieder erstaunt es mich, wie ko ich bin. Obwohl diesmal rein arbeitstechnisch nicht viel zu tun war. Aber das kann auch schlauchen.

Mein Schüler geht vor den Sommerferien ab. Unser Ziel (von den Lehrern und mir) war das ganze Jahr über, dass er so unabhängig wie möglich von mir wird.

Dann hatte er zwei Praktika: Eines in einer Werkstatt von der Lebenshilfe und eines an einer Schule für Hauswirtschaft, die einen Förderbereich eingerichtet haben.

Die Loslösung auch für mich beginnt. Zwei Wochen Werkstatt. Nachdem ich so c.a. eine halbe Stunde bei meinem Schüler in seiner Gruppe geblieben bin, merkte ich, dass ich ihn eher störe als helfe. Also bin ich raus gegangen. Nun bestand meine Arbeit darin, im Flur an einem Tisch zu sitzen. Und ihn nur in den Pausen zu begleiten, dass heißt bei der Orientierung zu helfen. Das wars. Zwei Wochenlang.

Es war sehr anrührend für mich zu sehen, wie er stolz mit seiner Gruppe an mir vorbeiging. Wie er allein das Walkingangebot annahm. Wie er sichtlich wuchs und entspannter wurde.

Für mich hieß es: Zwei Wochen Langeweile. Aber: Ich konnte die Atmosphäre dieser Werkstatt in mich aufnehmen. So viele Nachteile und Kritik es geben mag, mir fiel besonders das dynamische, sprudelnde Leben auf. Ein Zuhausgefühl für mich. Und gerade das ist so unmöglich zu beschreiben. Meine Tochter wird später wahrscheinlich auch in einer Werkstatt arbeiten. Und ich finde nach wie vor, dass es nicht die schlechteste Möglichkeit ist.

Ich weiß wie es ist mit Kollegen zu arbeiten, die nicht so ticken wie ich. Deshalb fühle ich mich ja an der Körperbehindertenschule so wohl: Die Kollegen ticken dort wie ich.

Und am ersten Arbeitsmarkt ist es für die Schüler nicht so einfach, Kollegen auf einer Wellenlänge zu finden.

Nach diesen 2 Wochen machte mein Schüler noch an einer Schule für Hauswirtschaft ein vier tägiges Praktikum. Das hieß für mich: Sitzen und nur in der Pause eine Aufgabe haben. Wieder Langeweile.

Aber: Ich war so stolz auf meinen Schüler. Er schafft es ohne mich. Er kann es. Diese Schule war auch für mich interessant, weil es ja eventuell auch für meine Tochter eine Möglichkeit ist. Leider ist es so, dass solchen Projekten viele Gelder gekürzt werden. Da dieses Projekt an einer „normalechn“ Berufsfachschule statt findet, ist es merkwürdig, das soviel gekürzt wird. Soweit zum Thema Inklusion, die dort ja stattfindet.

Und trotz der vielen Langeweile aus einem sehr erfreulichen Grund, bin ich platt und erhole mich so langsam.

Was macht eine Schulbegleitung eigentlich? Teil 3 – Ende

Was macht eine Schulbegleitung eigentlich? Teil 3 – Ende

Zum Teil 2 hier entlang

 

Zum Abschluß dieser kleinen Reihe möchte ich noch von drei Dingen erzählen.

  1. Abwechslung

Meinen Beruf liebe ich so sehr, weil kein Tag wie der andere ist. Entweder ändert sich der Stundenplan, ein Lehrer fällt aus, Konflikte sollten gelöst werden, es findet eine Aufführung statt…..Ich muss flexibel reagieren. Dabei habe ich es noch gut, das Organisieren ist ja Aufgabe der Lehrer. Ich brauche nur mit zu laufen.

Auch während ich mit meinem Schüler arbeite, muss ich immer in der Lage sein, auf andere Methoden etc. zu zu greifen.

Durch meine Schulbegleitung habe ich eine Moschee besucht, war in Köln, konnte durch die Praktika meines Zöglings Einblick in andere Berufsbereiche werfen, konnte eine schöne Rheinfahrt erleben usw.

Es gibt natürlich viel Streß und auch Konflikte mit Kollegen und Schülern. Aber die besonderen Augenblicke, die sind es, die sich wie Edelsteine in meiner Schatzkiste einsammeln.

 

2. Atmosphäre

An meiner Schule herrscht überhaupt eine offene und freundliche Stimmung. Hier arbeiten viele Menschen aus unterschiedlichen Berufsgruppen zusammen: Lehrer, Schulbegleiter, Krankenschwestern, Therapeuten……

Über Konflikte möchte ich nicht erzählen, die gibt es natürlich. Aber ich glaube, dass kann sich jeder denken.

Aber wie beschreibe ich die andere, lebendige Seite? Manchmal, wenn ich mit Kollegen rumalbere, überlege ich, wie sag ich das meinen BlogleserInnen?

So ähnlich wie zum Beispiel Sanitäter ihren eigenen Humor haben, ist es bei uns auch.

Wir lachen viel, scherzen auch mit den Schülern. Aber wie erklären, welcher Art dieser Humor ist? Ich kann es nicht….nur erzählen, wie gut das ist. In unserem Beruf mit behinderten und schwerstbehinderten Kindern gibt es nicht nur Ernsthaftigkeit und Traurigkeit, nein, es gibt Freude, Lebensfreude und viel viel Energie.

Als Schulbegleiterin kann ich mit den Schülern auf eine andere Ebene eingehen als die Lehrer. Wenn ich mich beschreiben würde, was könnte ich da sagen? Ich bin schon eine führsorgliche Autorität für die Schüler, aber auch eine, die sehr albern sein kann, die gute Laune versprüht und beim Wasserball ihr inneres Kind toben läßt.

Und trotzdem setze ich Grenzen, vermittel päddagogische Inhalte.

3. Vermittlerin.

Da ich einen autistischen Jungen begleite, gibt es noch einen wichtigen Bereich, von dem ich noch nicht erzählt habe.

Vorweg muss ich noch sagen, jeder Autist ist individuell.

Ich versuche also, mich in meinen Schüler hinein zu fühlen. Vor allem steige ich in das streng logische Denken ein, das nicht so gefühlsbeladen ist.

Ein Beispiel:

Mein Schüler hat sich während des Praktikums nie von mir verabschiedet, wenn er wieder zu Hause war.

Das wirkt ersteinmal unhöflich.

Ist es aber nicht. Denn aus seiner Sicht habe ich ja gesehen das er zu Hause ist. Und aus seiner sicht, weiß ich ja, dass die Arbeit zu Ende ist. Wozu dann noch Tschüß sagen, wenn es so offensichtlich ist?

Meine Aufgabe besteht darin, ihm zu vermitteln, dass es höflich ist, sich zu verabschieden.

Ich unterstütze ihm im sozialen Verhalten. Denn das ist in vielen Bereichen für ihn nicht nachvollziehbar. Gerade bei Konflikten gelingt es ihn oft nicht, andere Verhaltensweisen auszuprobieren. Das übe ich mit ihm ein.

Mir passiert es inzwischen, dass ich mit Sprache anders umgehe,weil ich sie wort-wörtlich nehme! Das führ oft zu Mißverständnissen.

Noch ein Beispiel:

Am Ende des Praktikums wurde mein Schüler gefragt, ob er mal wieder kommt. Damit war gemeint, dass er gut gearbeitet hat, und die Frage war eine Floskel.

Mein Zögling überlegte und sagte nein. Das wirkt wieder sehr unhöflich, war es aber wieder nicht. Aus seiner Sicht war das Praktikum zu Ende, er würde wieder in die Schule gehen. Weshalb also sollte er wieder kommen? An solchen Punkten setzt dann meine Vermittlungsarbeit an.

Das Schwierige ist, dass ich nur raten kann. Denn ich bin keine Autistin, also Dolmetsche ich eine Sprache, die ich nicht spreche. Und meinem Schüler versuche ich die Floskel zu erklären. Und das geht manchmal nicht.

Ein letztes Beispiel: Ich vertrat eine Kollegin und begleitete einen Autisten. In einer Unterrichtsstunde gab es Kuchen für alle. Wir aßen diesen und ich fragte den Schüler, ob ihm der Kuchen schmecken würde. Ihr merkt: eine Floskel, eine smal talk.

Dieser Schüler schaute mich irritiert an. Dann meinte er „Wenn er mir nicht schmecken würde, dann würde ich ihn nicht essen.“

Tja, was soll ich sagen. Aus seiner Sicht hatte er recht. Weshalb frage ich eigentlich? Das sind Situaitonen, die ich gut mit Humor nehmen kann. Weil mir deutlich wird, dass wir „Nichtautisten“ manchmal einen Blödsinn veranstalten, wenn man es genau betrachtet.

 

Das wär es so im Groben. Ich danke Euch, dass ihr mich  durch meinen Arbeitsbereich begleitet habt. Ich hoffe, Ihr hatte ein wenig Spaß dabei.

Was macht eine Schulbegleitung eigentlich? Teil 2

Was macht eine Schulbegleitung eigentlich? Teil 2

 

Zum Teil 1 hier entlang

 

 

„Sechs Wochen Ferien! Du hast es gut!“

Das stimmt. Ich empfinde es als Luxus Ferien zu haben, zumal ich ein schulpflichtiges Kind das meine nenne.

Und ja, ich habe 6 Wochen frei.

Aber ich habe nicht soviel Urlaub. Im Gegenteil, meine Urlaubstage liegen untertariflich…..

Ich mache regelmäßig Überstunden. Also habe ich mir die freie Zeit erarbeitet. Sie wird mir nicht geschenkt.

Schulbegleitungen erhalten oft nur Jahresverträge. Und werden untertariflich bezahlt…..dann ist so eine Ferienzeit ein schöner Ausgleich, finde ich.

Mein Zögling wird Ende nächsten Schuljahres in die Werkstatt gehen. Deshalb wird es meine Aufgabe sein, mit ihm das nötige Werkzeug, das er braucht einzuüben.

Zum Beispiel Einkaufen: Einkaufszettel erstellen. Die Sachen finden. An der Kasse zahlen. Das klingt alles so einfach, aber für meinen Zögling  ist es das nicht.

Das fängt beim finden eines Raumes an und endet mit der Handhabung eines Küchengerätes. Für meinen Zögling ist es wichtig, tägliche Handlungsabläufe immer und immer wieder zu üben.

Im ersten Schritt erhält er Bildkarten, auf denen die Handlungen abgebildet und in der richtigen Reihenfolge angebracht sind. Dann kann er sich orientieren. Und irgendwann schafft er es allein ohne Hilfsmittel.

Deshalb wird in einigen Unterrichtseinheiten der Hauswirtschaft mit Stationen gearbeitet. Einer zerschneidet das Brötchen, einer schmiert Butter drauf, einer legt Käse drauf, einer packt das Bröchtchen in die Tüte. Die Schüler bleiben ein halbes Jahr an der gleichen Station.

Das kling etwas abschreckend, da wir im allgemeinen Abwechslung lieben. Für meinen Schüler ist das anders. Er wird immer sicherer, kennt bald die Abläufe und braucht zuletzt  keine Unterstützung mehr.

Als Schulbegleiterin plane ich den Unterrichtsinhalt nicht, das ist Sache der Lehrer. Ich muss herausfinden, wie ich meine Zögling unterstützen kann. Deshalb ist gute Zusammenarbeit mit dem Lehrer so wichtig und kreativ.

Da mein Zögling sehr selbstständig ist, habe ich den Luxus, auch andere Schüler unterstützen zu können. Das ist für mich schlicht die Kür meines Berufes. Weil es vollkommen freiwillig ist. Weil ich es gerne mache.

Ich habe das Glück, dass ich mich mit dem jetzigen Lehrerteam gut verstehe und wir Hand in Hand zusammenarbeiten.  Ich kann meine Ideen entwickeln und umsetzen, nehme die „Anweisungen“ der Lehrer an.

Als Schulbegleiter wechselt man oft die Klassen. Jeh nach dem wie lange ein Schüler begleitet wird.

Mein Zögling ist mein erster Schüler, den ich begleite……und ich merke, es ist nicht einfach Distanz zu halten. Wenn er nächstes Jahr abgeht ist es eine Trennung, die mir schwerer fällt, als wenn ich eine Gruppe betreue. Da bin ich einfach nicht so nahe dran. Um die Distanz zu halten, lasse ich mich Siezen, auch von der Mutter.

Als Schulbegleitung stehst Du in einen Knotenpunkt: Die Lehrer, Dein Arbeitgeber, die Eltern und der Zögling selbst.

Und genau dass ist es, was ich liebe. Ich muss vermitteln, Infos weiter tragen, die Interessen meines Zöglings vertreten.

Ich bin etwas zu Gluckenhaft, aber hier kann ich es ja sagen: Ich bin so stolz auf meinen Zögling, der in letzter Zeit entspannter war und einen riesigen Entwicklungssprung gemacht hat.

Mein Job ist es, mich überflüssig zu machen. Und ein großer Schritt in die Richtung ist getan.

Was macht eine Schulbegleitung eigentlich? Teil 1

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Wenn ich von meinem Beruf erzähle, wird mir oft bewusst, das viele meiner Bekannten nichts damit anfangen können, kein Bild von dem haben was ich da so mache.

 

„Was, Du betreust nur ein Kind?“

„Du hast soviel Ferien.“

„Was machst Du denn mit Deinem Kind?“

 

Zu diesen Fragen kommen oft noch ratlose Blicke.

 

Ich kann das gut verstehen, wer das nicht erlebt, was wir Schulbegleitungen erleben, kann nicht verstehen, weshalb wir abends oft so kaputt sind.

 

Ich möchte von meinem persönlichen Erleben erzählen, also sehr subjektiv.

Viele meiner Kolleginnen betreuen schwerstbehinderte Kinder. Dazu gehört viel körperliche Arbeit, weil Pflege und anreichen vom Essen dazu gehört. Sie unterstützen die Kinder mit der Kommunikation, ermutigen sie zur möglichen Selbstbestimmung und Selbstständigkeit. Allein das ist schon enorm viel, was geleistet wird. Denn dazu gehört eine ständige geistige Aufmerksamkeit und viel Sensibilität.

 

Ich gehöre zu den Schulbegleitern, die einen körperlich gesunden Jungen begleiten, der mit atypischen Autismus lebt. Er benötigt nicht meine ständige Anwesenheit. Ich halte mich im Hintergrund und bin bei ihm, wenn er mich braucht. Oder wenn ich meine, dass er mich braucht.

Einmal sind die reinen körperlichen Hilfestellungen: Manchmal halte ich ihm den Stift, wenn er zum Beispiel relativ klein schreiben soll. Manche Buchstaben und Zahlen sind noch verkehrt herum. Ich mache ihm in Unterricht durch Mimik und Gestik immer wieder darauf aufmerksam, dass er aufpassen sollte.

In bestimmten Fächern erarbeite ich mit ihm seine Lernaufgaben.

In Sport und schwimmen bin ich nicht bei ihm, das braucht er nicht.

Er hat bestimmtes Material, dass ihm hilft, selbstständig zu sein. Zum Beispiel hat er laminierte Bildkarten, die mit Klettband an seinem Tisch befestigt sind. Diese Karten symbolisieren den Tagesplan: Frühstück, Deutsch, Englisch……….

Jeden Morgen legt er sich seinen Stundenplan. Wenn die Unterrichtseinheit vorbei ist, legt er die Karte in ein Gefäß. So hat er einen Überblick, was zu tun ist ohne mich fragen zu müssen.

 

An dieser Stelle höre ich erst einmal auf zu erzählen….es gibt noch so viel mehr. Ich werde sicherlich noch mehr Beiträge zu diesem Thema schreiben.