Würde

Würde

Klein gewachsen, getreten und zerrupft.

Faltig, eingebeuelt,verschrumpelt.

Würde die Würde das zulassen,

dann würde die Würde ihr heiliges Angesicht verlieren.

 

Das kleine Mädchen, die reife Frau und die lebgewordene Alte aber sind die Hüterinnen. Schon seither und immer.

Würde die Würde diese nicht haben, dann würden die Hüterinnen zerfallen.

Aber, und so ist es:

Im Kreis des Schutzes und Lichtes

steht

unverletzt

die Würde.

Und die Hüterinnen feiern ein Fest.

Fühlen im Leichten

Fühlen im Leichten

Wie eine Wolke schwebt es ins Herz, das Leichte. Und sofort marschieren sie auf, die Warner, die Schützer, die Helfer. Schwer wie Stein stellen sie sich auf um die Wunde nicht einstürzen und zerbrechen und vergrößern zu lassen.

Doch Milde streichelt ihnen sanft über die Wange und gibt ihnen bequeme Sessel, etwas Tee und Gebäck.

Und schon wogen leichte Nebeltänzerinnen einen Reigen. Wunde kann pulsieren, schmerzen und endlich Seufzen.

Im Verbund mit allem kann endlich Ruhe und Sanft einkehren.

Sie fegen, sie öffnen die Fenster. Dunkle Wolken sind neben dem sonnigen Sein im Einklang.

Frische Brise säuselt sanft und singt ein Lied.

Auch so kann es sein.

Fall ohne Netz

Fall ohne Netz

Was ist eigentlich mit Ilse passiert? Welche im Lapptop verschwand und die Klickse verlor, die sich mit einem Wolf durch unwegsame Strecken schlängelt. Und sich wunderte, dass dieser Wolf ihr ständig ein Buch vor die Nase hielt.

Und Hilde, wo ist eigentlich Hilde abgeblieben, mit ihren Lockenwust und dem Bemühen, irgendwie glücklich zu werden?

Was ist mit Gertrud Trenkelbach, der wahrherrlichen Schriftstellerin, die sogar einen Handwerker ihr eigen nennen kann?

Sie sind noch da, aber sie sind nicht greifbar. Sie sind anwesend im Hintergrund und betrachten mich.

Sie sind am Start, und warten.

Aber worauf warten sie? Irritiert schau ich hinter mich. Was wollen sie? Habe ich nicht genug zu tun? Muss doch mein Leben sortieren, oder so.

Oha, die Steuererklärung grinst mich an. Auch sie lauert.

Sie nähern sich mir, mit Gemurmel. Und ich weiß gar nicht, was sie von mir wollen.

Und dann……….und dann….und dann….

wieder der Fall

wieder der Fall

ohne Netz.

Und dann der Griff zum Stift. Nein, der Griff zur Taste.

Die Finger beschwingen sich, sie liebkosen die Tasten im heißen Tanz.

Ilse erblüht, Hilde ergraut, Gertrud Trenkelbach schaut skeptisch, Steuererklärung lacht.

Und dann…..und dann…..und dann

wieder der Fall

wieder der Fall

ohne Netz

hinein ins stürmische Meer,

auf zu neuen

Abenteuern.

Geborgenheit

Geborgenheit

Sie betrachtete es sich genau. In aller Ruhe. Egal ob es andere auch sahen. Sie wollte wissen, was es ist.

Eingekuschelt, vergessend was um sie herum so lief, ganz konzentriert.

Und nichts konnte ihr passieren, da sie geschützt durch den Augenblick verweilte.

Geborgen in sich selbst.

Und die Hitze nimmt mich in ihre glühenden Arme

Und die Hitze nimmt mich in ihre glühenden Arme

Nun beginnt meine Arbeit wieder….

Die Hitze nimmt mich in ihre glühenden Arme.

Ich freue mich die KollegInnen wieder zu sehen,

doch die Hitze nimmt mich in ihre glühenden Arme.

Nichts, zu nichts bin ich fähig.

Zu Hause, essen, hinlegen,

denn die Hitze nimmt mich in ihre glühenden Arme.

Die Ideen, Inspirationen und Projekte schmelzen zu einem kleinen Atempunkt, in den glühenden Armen der Hitze bin ich nur punktionell vorhanden.

Denkenlos

Denkenlos

Sie setzte ihren Fuß sanft vor sich, mit dem großen Zeh einen kleine Grube in den feinen Sand ziehend.

Leicht wehte der Wind um sie herum, wirbelte und spielte mit ihr, lockte sie fort….

Doch sie wollte es einfach schaffen. Sie wollte es jetzt schaffen!

Aber der Gedanke heftete sich wie eine schwere Last auf ihre Schulter,

Denn es wollte, sollte nicht sein.

Sie betrachtete ihren Zeh, welcher mit dem feinen Sand flirtete, ihm Avancen machte,

einfach,

zart,

leicht

ohne Denken….

 

Das muss das Paradies sein.