Und endlich holen sie mich wieder ein

Und endlich holen sie mich wieder ein

Es gibt sie doch, überall, wenn der Blick sich auf sie einstellt.

Die Wunder, die Wesenwunder, Wunderwesen.

Sie schlüpfen durch das dünne Gespinnst und zeigen ihre Pracht: Prachtsein und Herrlichgut.

Sie kommen endlich wieder aus ihrem Versteck.

Hüpfen auf meinen Lappi und sind vergnügt.

Prachtsein und Herrlichgut,sie ziehen sie hinter sich her, die phantastisch Geschicht-Gesichter, die purzelkleinen Wichte und natürlich, natürlich die Feen. Die Feen, die fehlen nie.

Drachen, Dunkelwichte gibt es auch, Bösegrinse.

Geheimsiwabernd schauen sie um die Ecke. Feen glänzenglitzern ihnen entgegen.

Und ich…….ich darf endlich wieder dabei sein, denn sie sind wieder da: Die Wesenwichtel!

Thementraum

Thementraum

Hallo Gertrud,

hier ein Luftikuss von mir,  Dein liebewonniges Thema!

Entschuldige dass ich noch immer nicht bei Dir vorbeikomme, aber Du weißt ja, wie es ist.

Erst musste ich aufstehen. Und das dauert, bei mir manchmal monatelang. Es ist so kuschelig in meinem Nest. Manchmal mag ich mich gar nicht fortbewegen.

Ntürlich wollte ich mich sofort, auf der Stelle, augenblicklich bei Dir melden. Aber da stand dann dieses zarte, knusprige Frühstück bei mir vor der Tür. Und dieses vernascht-wollende Frühstück plaudert so gerne. Da ich ja eifrig für Dich Inspiration sammle habe ich mich ersteinmal auf dieses knusper Dingens eingelassen.

Tja, dann wollte ich sofort, auf der Stelle, augenblicklich zu Dir rüber kommen. Aber Du glaubst es nicht, was dann geschah. 100 Elfen tanzten an meinem Heim vorbei und luden mich ein, mit zu kommen. Natürlich zögerte ich, Du weiß wie pflichtbewusst ich Dir ergeben bin, aber dann nahm mich so eine wundervoll lila-durchscheinende Elfe an die Hand. Da gab es kein halten mehr.

Wir tanzten durch, so einige Elfenzeit. Und dann erst durfte ich gehen. Ganz durchgerüttelt machte ich mich auf den Weg, wollte sofort, auf der Stelle augenblicklich mit Dir sprechen.

Da aber ereilte mich Mittagsschlaf. Plötzlich. Ich fiel um und versank ins Land der Träume. Ich kämpfte mich Buchstaben, durchschwamm Tränenflüße und flog musenhaft durch die Lüfte. Herrlich, einfach nur herrlich.

Deshalb, liebe Gertrud, bin ich noch nicht bei Dir angekommen. Deshalb der Inspirationskuss von hier aus!

Liebe Grüße,

Dein sattschillerndes und treuandirhaftendes Thema!

Blätterseelchen und Herr Jahreszeit

Blätterseelchen und Herr Jahreszeit

Ich sehe genau hin. Das ist ein Herbstblatt. Gelb.

Etwas verwundert schaue ich in den Kalender und dann aus dem Fenster. Kontrolliere meine Wahrnehmung.

Ja, es ist ein Herbstblatt.

Ja, es ist Herbstwetter.

Ja, es ist die richtige Jahreszeit.

Das war in diesem Jahr nicht immer so, Wetter und Jahreszeit im Einklang.

Skeptisch betrachte ich das Blatt, welches mir Seelchen von draußen mitgebracht hat.

Herbstjahreszeit im Herbst.

„Nun komm schon! Beeil Dich!“ Seelchen steht in der Tür, die Wangen noch rot von der frischen Kühle. Ihre Gummistiefel glänzen in Feuchtigkeit, welche der Nebel mit sich bringt.

Seelchen hüpft auf und ab, voll drängeliger Ungeduld.

„Komm schon…..wir bringen Herrn Jahreszeit ein Dankeherz….“

Seelchen dreht sich um und läuft los.

Langsam nehme ich meine Jacke und hüpfe hinterher.

Frau Idee verweigert sich

Frau Idee verweigert sich

„Bitte, Frau Idee, laufen Sie mir doch nicht immer davon“…….

Frau Idee lacht spitz auf, kehrt mir den Rücken zu. „Ich habe Urlaub, für den Rest Deines Lebens. Du bist so brettmäßig langweilig. Ich bin schon ganz grau geworden und geschrumpft. Du hast mir nie, niemals, nie einen Tee angeboten. Du bist nie, niemals nie in die Stadt mit mir gegangen. Du hast nur Dein Sofa besucht. Dort wurde ich ganz unansehnlich. Sieh zu, wie Du ohne mich klar kommst, es ist zu spät.“

Ich stützte mich auf meinen Ellenbogen auf, versuchte die Sofadecke zur Seite zu schieben und hinter Frau Idee her zu laufen. Aber ich rechnete nicht mit meinem Sofa, welches eigentlich beteiligungslos wirkte. Es hielt mich fest, kuschelte sich an mich. Und es war noch gemütlicher als sonst.

Es blieb mir nichts anderes übrig als Frau Idee hinterher zu winken, welche sich ihren Mantel überzog und wie ein junges Mädchen zur Tür hinaustanzte…..

Herr Jahreszeit und Seelchen werden dieses Jahr keine Freunde mehr

Herr Jahreszeit und Seelchen werden dieses Jahr keine Freunde mehr

Seelchen fühlt sich gar nicht wohl. Die Hitze treibt es in den Rückzug.

Herr Jahreszeit hört nicht auf seine Scherze zu machen. Die Bäume stehen auf Herbst,  das Wetter auf Hochsommer….zumindest Tagsüber.

Seelchen würde so gerne spielen. Aber es kann nicht. Es liegt und ist traurig, weil es einfach nichts anderes tun kann. Wie gerne würde es über Wiesen laufen.

Aber Herr Jahreszeit beliebt weiterhin Wetter und Jahreszeit zu trennen.

Und mein Seelchen wird traurig.

Herr Jahreszeit kehrt dem Seelchen den Rücken zu.

Ilse im Lapptop – Nachtrag

Ilse im Lapptop – Nachtrag

Liebe Lerser und Leserin,

leider vergaß ich Gestern ein wichtiges Detail in der Laptopp-Ilse Geschichte.

Das lag natürlich nicht nur an die von mir schon zart erwähnten Hitze, sondern auch daran, das diese Geschichte auch etwas vernetzt-knubbelig ist….oder so.

Auf jedenfall begegnete Ilse ja folgendem Wesen:

Zitat:“Doch bevor sie wahnsinnige Angst entwickeln konnte, tippte ihr jemand mit samtener Pfote auf die Schultern.

Ein wölfisches Wesen grinste sie an. Oh mein Gott, war sie jetzt im Rotkäppchen-Märchen gelandet?

Dieses pelzige, riesige Etwas hatte eine sanfte Stimme, vermutlich von der Kreide, die es gefressen haben musste….zumindest hingen da noch Reste im Fell.“

Und just nach demletzten Satz hätte stehen müssen:

Das Tier wühlte in seinen  Felltaschen und legte ein wölfisches freundlich Lächeln auf, während es ein glänzendes, etwas triffig tropfendes Buch hervorzog und Ilse unter die Nase hielt.

Nur mit dem Wisssen, was der Wolf tat, ist seine nächste Aussage für den Leser /in zu verstehen.

Er sagte:“Guten Tag schöne Frau, ich helfe ihnen gerne….möchten sie mein  Buch lesen. Es handelt von vielen, kleinen niedlichen Geißlein…“

Das war mir ein Anliegen, da die sonst sehr gut strukturierte Ilse – Geschichte leicht durcheinander werden könnte.

Aber mit der wieder hergestellten Logik kann es nun weiter gehen. Nur soviel sei verraten: Das Buch spielt eine wichtige Rolle um das wölfische Wesen verstehen zu können……oder so ungefähr.

Danke fürs lesen!

 

Ilse im Lapptop

Ilse im Lapptop

 

Ilse zwängte sich in den zerstörten Lapptop…..der letzte Follower war kaum zu erkennen, gut dass sein Stern so hell leuchtete.

Allen voran ging mit überraschender Leichtigkeit Depressionsgedicht, die mit theatralischer Schönheit die Gruppe anführte. Schließlich wußte sie, wo sie Follower-Jäger entschwunden war.

Ilse dagegen, obwohl100% mit dem Netz verbunden, hatte ihre irdische Schwere nicht verloren. Deshalb schnaufte sie, schwitzte und konnte zunächst kaum etwas erkennen.

Als sie endlich durch die Tastatur hindurch gekrochen war, konnte sie aufstehen. Dunkelheit hatte sie erwartet, aber chaotische Buntheit schlug ihr brüllend entgegen. Farben, Blitze, seltsame Wesen rasten in alle möglichen und unmöglichen Richtungen. Der Stern war jetzt nicht mehr aufzufinden. Ilse hatte ihre Gruppe verloren. Doch bevor sie wahnsinnige Angst entwickeln konnte, tippte ihr jemand mit samtener Pfote auf die Schultern.

Ein wölfisches Wesen grinste sie an. Oh mein Gott, war sie jetzt im Rotkäppchen-Märchen gelandet?

Dieses pelzige, riesige Etwas hatte eine sanfte Stimme, vermutlich von der Kreide, die es gefressen haben musste….zumindest hingen da noch Reste im Fell.

„Guten Tag schöne Frau, ich helfe ihnen gerne….möchten sie mein  Buch lesen. Es handelt von vielen, kleinen niedlichen Geißlein…“

Ilse schwieg.

Ilse starrte den Wolf an.

Ilse schwieg.

Ihre Gedanken flohen ins weite Netz.

Ilse starrte den Wolf an.

Ihre Stimme verkrümelte sich in ihren Magen.

Ilse schwieg.

Ilse starrte den Wolf an.