Fitnessprojekt 52 – Woche 16

Das Projekt 52 Wochen wurde von Zeilende ins Leben gerufen.

Neben ihm machen noch mit:

Marinsche

Multicolorina

Solera 1847

Wili

 

Heute hatte ich einen Kampf mit mir selbst. Dazu muss ich sagen, dass die letzte Woche physisch wie psychisch absolut anstrengend war.

Die Hitze hörte zwar auf, aber ich erholte mich nur langsam.

Und ich bin schlecht drauf. Mein Sofa ist noch immer mein liebster Platz.

Aber heute Abend gab es keinen Grund nicht in das Sportstudio zu gehen. Keinen. Nur ein gemütliches Sofa und eine schlechte Stimmung meinerseits. Letztere würde auch auf dem Sofa bleiben.

Deshalb ging ich dann doch ins Studio. Dort hatte ich auch schlechte Stimmung, kam aber endlich wieder in Bewegung.

Und weil ich mich heute so schwer getan, aber mich dennoch von meinem Sofa gelöst habe, bewerte ich die heutige Einheit (und die einzige in dieser Woche) so:

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Ich finde seit den Ferien einfach meinen Rhytmus im Alltag nicht wieder.

Aber mein Projekt Smoothie ist weiterhin am laufen….es funktioniert wunderbar. Inzwischen habe ich Routine, mir einen eigenwilligen Smoothie zu mixen. Sie sind immer sehr einfach gehalten, weil ich kaum exotische Zutaten hole, wie etwas Kokosnußmilch.

Ich kann festhalten, dass ich durch die Smoothies regelmäßig Obst, Milch, Joghurt, Quark und Salat zu mir nehme. Und das ist wirklich ein Erfolg für mich.

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Zur Seelenpflege schreibe ich gleich in meinem Thema der Woche etwas, deshalb an dieser Stelle keine Bewertung.

 

Thema dieser Woche:

Wechseljahre und Fittness

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Meine schlechte Stimmung scheint auch mit den Wechseljahren zusammen zu hängen. Es ändert sich etwas. Vor einem halben Jahr fühlte ich mich hormonell wie ein Teenie, unglaublich fraulich, einfach super.

Aber jetzt, jetzt fühlt es sich anders an. Dieser Hormonschub ist nicht mehr da. Und ich setze mich damit auseinander, dass mein Körper sich verändert.

Meine Figur wird eine völlig andere werden. Und das zu akzeptieren ist nicht einfach. Zumal ich wohl zu den rundlicheren Frauen gehören werde.

Ich habe gelesen, dass in den Wechseljahren die Muskulatur abgebaut wird, Fett eher aufgebaut. Deshalb gehe ich tatsächlich mit anderen Gefühlen an mein Krafttraining. Es geht da nicht nur um meine Figur, es geht tatsächlich auch um meine Gesundheit. Ich möchte jetzt mehr für meine Muskulatur tun, weil ich es brauche. Und es sich gut anfühlt.

Aber: Ich möchte altersangemessen trainieren. Das hat nichts damit zu tun, dass ich meinem inneren Kind keinen Raum zum toben gönnen möchte, sondern damit, dass es mir Spaß machen sollte.

Ich möchte mich fordern….aber will ich wie die jungen Frauen sein? Irgendwie schon. Aber damit tue ich mir keinen Gefallen.

Deshalb bin ich etwas traurig. Weil ich Abschied nehme. Abschied von meinem Körper, wie er war. Abschied von der mittleren Jugend….oder wie heißten die Frauen um die 40?

Und mit diesem Abschied, der mich sehr traurig macht, weiß ich, dass ich meinen jetztigen Lebensabschnitt begrüßen möchte. Er wird anders sein.

(Liebe Marinsche, Du siehst, das Gedicht was Du von Hesse veröffentlicht hast, das trifft meine Gedanken heute….)

Mein Körper ist älter. Und ich werde ihn schätzen, auch wenn ich noch manchmal traurig bin, dass „Jugend“ vorbei ist.

Ich fühle diese Veränderung so stark.

Und ich werde dieses Abenteuer eingehen. Und mir meinen Sport und meine Fitness so einrichten, dass ich mich würdig fühle.

Yeah, ich werde einen richtig coolen, würdigen fünfziger Sport machen. Mit Gelassenheit. Jawohl. Mir runder Eleganz.

Und all diese Gedanken kamen mir heute auf dem Crosser.

Das war meine heutige Seelenpflege. Hinschauen, akzeptiern, trauern, Mund abwischen, weiter…….


15 Gedanken zu “Fitnessprojekt 52 – Woche 16

  1. Alles hat seine Zeit….und die Trauer um etwas auch….und sei es nur so etwas wie lieb gewordene Gewohnheiten….wir kleinen Kreaturen Mensch meinen immer ohne so etwas gut auskommen zu können…. 😉 ….und doch schleicht sie sich immer wieder mal in unser Leben….diese Melancholie….nämlich dann wenn es Zeit für Veränderung ist….mal lehnen wir uns dagegen auf….mal geben wir ihr nach….und meistens spüren wir diesen Hauch von „Geh vorwärts, Mensch…..nimm mit was dir lieb ist…lass hinter dir was dich grämt….sei neugierig auf das Leben….und höre nie auf damit….und habe Mut….für den nächsten Schritt….für neue (Frei)Räume…in der deine Seele sich entfalten kann“….

    Du machst es genau richtig, Du nimmst wahr und spürst wie es Dich verändert…und Du gibst dem Impuls nach….wohl oder übel….und Du errichtest Dir etwas, was Dir Halt gibt….sei es der Smoothie, der zur guten Gewohnheit wird….sei es Dein Fitnessprogramm, was noch die ein oder andere Modifizierung gebraucht…viel Spass auf dem Weg in eine neue, spannende Ära, liebe Gertrud…es freut mich, das mein Beitrag Dir zugefallen ist 🙂

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  2. Frauen und Männer in den 40-igern sind im Besten Alter. Die 50 ist die neue 40 und die 60 das Beste Alter Überhaupt. Mit 70 fängt die Freiheit an und mit 80 ist eh alles egal.
    Ja, den Abschied kenne ich nur zu genau. Es ist manchmal schwierig und traurig, so vieles los zu lassen, was bisher gut, wichtig und richtig war. Ich nehme jetzt viel mehr als früher den Unterschied zu meinem wahren und meinem gefühlten Alter wahr. Da gibt es eine große Differenz, aber ich glaube gerne dem gefühlten Alter.
    Was bleibt? Was ist neu? Mir fällt auf, dass sich viele Menschen in meiner näheren Umgebug mit folgenden Fragen intensiver auseinandersetzen: Wer bin ich? Was ist in meinem Leben wichtig? Wie kann ich meine Gesundheit so gut wie möglich erhalten? Wie erfinde ich meine Rolle als Mann/Frau neu? Was will ich noch lernen und erleben? Wie komme ich mit dem Gedanken an das Altern und Sterben zurecht. Was macht mir Spaß und Freude? Viele genießen den Familienzusammenhalt und, wenn vorhanden, natürlich die Enkelkinder.

    Ich freue mich für Dich, dass Du das Sportstudio und die gesunde Ernährungfür Dich entdeckt hast. Ich wünsche Dir gutes Durchhalten und viel Humor. Der tröstet über manches Fettpölsterchen hinweg. Eigentlich sind die nämlich gar nicht so wichtig. Und das Foto vom Schmetterling anzusehen ist ein reiner Genuss!

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    1. Es freut mich dass Dir mein Foto gefällt….diese Art Fragen stelle ich mir schon immer, deshalb ist es neu, dass ich jetzt auswählen muss, weil meine Möglichkeiten immer begrenzter werden.
      Es geht auch nicht um „Fettpölsterchen“ sondern dass ich wieder dabei war nur noch zu zu nehmen…und diese Tendenz habe ich zumindest unterbrochen.

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  3. So wird es auch verständlich (sofern es denn unverständlich war), dass Manche diese Trauer in Botox und kosmetischer Chirurgie auflösen wollen.
    Die Diskrepanz zwischen innerer Wirklichkeit und äusserem Anschein, der Zeitlosigkeit der Seele und der Endlichkeit des Körpers……..so wie auch Frau Holle geschrieben hat: „das wahre und das gefühlte Alter“ – damit muss man erst mal umgehen lernen.

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