Weihnachten allein

 

Ob es mir nichts ausmacht Weihnachten allein zu sein, wurde ich gefragt.

Mein Zwiespalt grinst breit.

Denn ich freue mich immer wenn ich Zeit allein mit mir habe, vorher.

 

Ist es dann soweit, dann überlagert mich eine dunkle Schwere. Sie verhindert das ich aufstehe, das ich mache was ich machen wollte….sie läßt mich ins Gedankenland kreisen…kreisen….kreisen….kreisen.

Oder ich sehe Filme….Filme…..Filme…..

Und Schlechtgefühl setzt sich auf meiner Brust.

 

Bis ich endlich etwas tue. Und dabei ist es völlig egal was. Hauptsache bewegen. Hauptsache irgendetwas erledigen. Eine Kleinigkeit reicht.

Denn wenn ich das Großemussnochgemachtwerden anschaue, dann werde ich wieder schläfrig. Dann bin ich überfordert.

Kleinigkeit ist zu schaffen. Und ein Erfolgchen kommt herein gesprungen. Dabei lasse ich alle meine Listen liegen. Alle meine Strategien.

Ich treibe von Kleinigkeit zur Kleinigkeit. Hier etwas in den Müll. Dort einen Beitrag geschrieben. Hier das Bett gemacht. Dort gebacken. Hier gelesen……

Und dann geht es mir gut.

Und genauso wird es Weihnachten sein. Bis jetzt bin ich total entspannt. Am 2. Weihnachtstag sind meine Kinder bei mir. Es wird ruhig zugehen, das Essen wird einfach aber lecker.

Heiligabend bin ich immer allein. Meine Tochter ist dann immer zu Haus, bei meinem Ex. Das stört mich nicht.

Ich habe einen losen Zettel mit Weihnachtskleinigkeiten zusammengestellt. Und dann bin ich  für mich.

Auch das lerne ich erst jetzt. Das ich gern mit mir allein bin. Aber bisher hatte ich ein schlechtes Gewissen……..weil Nichtautisten gerne gesellig sind.

Ich in es auch. Aber Weihnachten hat mich eigentlich immer gestresst. Und jetzt ist es entspannt. Weil ich beruflich viel mit Menschen zusammen bin. Das reicht mir zur Zeit.

Ich darf nur die Kleinigkeiten nicht vergessen und pflege sie. Denn das ist zu schaffen und macht gleich alles behaglicher.

Weniger ist mehr. Erst jetzt lerne ich diese Wahrheit zu lieben.

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3 Gedanken zu “Weihnachten allein

  1. Ich treibe mich in den Weihnachtsgottesdiensten rum. Das muss an Geselligkeit reichen. Am Sonntag zwischen den Jahren besuche ich meinen Opa. Und ach ja, Chorsängerin bin ich auch noch. Zum Fest steht ein Konzert an. Da bin ich auch gefühlt den ganzen Tag in Gesellschaft. Immer schön. Aber mir reicht es dann auch.

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