Projekt 52 Wochen: Erwachsenen AD(H)S Ordnung – 5/6

Ich bin so frustriert, weil es mir nicht gelingt eine Grundordnung zu halten. Bevor ich Besuch bekomme oder wenn meine Tochter da ist, dann funktioniert es ein wenig.

Aber Langszeitprojekte, wie jeden Tag den Kaffeeautomaten zu reinigen, gelingen einfach nicht. Das ist AD(H)S typisch. Und das macht mich traurig. Das das Chaos so mühelos gelingt macht mich traurig. Das ich keine Idee habe, wie ich mit weniger Stress Behördenkram erledigen kann, macht mich traurig.

Ich muss für mich und meine Tochter Termine machen….ich schaffe das nicht. Es ist mir klar wie es geht, aber das Umsetzen will nicht. Auch das ist AD(H)S.

Und dennoch sind mir Kleinigkeiten gelungen: Ich habe mir mein Frühstück für die Arbeit gemacht. Ich habe zwischendurch abgewaschen. Ich räume Kleinkram, den ich sehe weg. Die Wäsche gelingt mir.

So waren also die letzten 14 Tage.

Heute möchte ich über meine neuste Anschaffung erzählen:

Tara! Tara! Tara:

Mein Wischsauger!!

Mit diesem Teil kann ich saugen und wischen in einem Arbeitsgang. Nur unter den Betten nicht….da muss ich herkömmliche Arbeit leisten.

Aber dieses Teil ist genial. Weil es die Arbeit so leicht macht und drei Arbeitsgänge in einen zusammenfaßt. Und es funktioniert.

Was allerdings AD(H)S mäßig eine Falle ist: Es ist ein Akkusauger….und ich muss lernen, wann ich ihn auflade. Damit er immer bereit ist. Sonst habe ich wieder diese Endloskette: Ich müsste den Küchenboden saugen-wischen. Der Akku ist leer. Den müsste ich aufladen….und schon sind drei Wochen ins Land gegangen.

Aber heute war es alles in Ordnung. Natürlich mache ich jetzt nicht immer alles gründlich. Also Möbel wegschieben und so. Aber die Wirkung ist toll.

Der Verbrauch von Wasser und Reinigungsmittel sinkt rapide. Nun bin ich gespannt wie ich den Wischi im Alltag nutze!

 

 


6 Gedanken zu “Projekt 52 Wochen: Erwachsenen AD(H)S Ordnung – 5/6

      1. Also, eigentlich hat mich meiner Arbeitskollegin auf die Idee gebracht. Ihr Sohn hat ADHS. Und ich kann wie er, z.b. Umgebunsgeräusche nicht filtern. Wenn ich in einem Café sitze, fällt es mir schwer dem Gespräch meiner Freunde zu folgen, weil ich auch höre, worüber an den Nachbartischen geprochen wird. Wenn ich telefoniere und im Raum sprechen Leute, kann ich dem Telefonat kaum folgen. Mir fällt es schwer bei einer Sache zu bleiben. Ob es auf der Arbeit ist oder zu Hause. Ich fange eine Aufgabe an, dann fällt mir etwas anderes ein oder auf und schon hänge ich woanders. Bei mir sieht es aus als hätte eine Bombe eingeschlagen. Dauernd. Überall lasse ich meine Sachen liegen. Ich sehe nicht, dass ich zB. staubsaugen muss, sondern ich sehe direkt auch die Wäsche, die Fenster, den vollen Bügelkorb usw. usf. Und das ist dann soviel, dass ich gar nicht anfange, weil ich vorher schon erschlagen bin. Oder ich fange an und verfange mich dann in KLeinigeiten, so dass es nach Stunden kaum besser aussieht.
        Aber es ist auch wie du sagst. Vielleicht sehe ich das alles gerade extremer, weil ich mich ein bisschen mit dem Thema beschäftigt habe.

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