Projekt 52 Wochen: Erwachsenen AD(H)S Ordnung – 4

Ihr Lieben,

im Grunde hatte ich eine gute Woche. Mir ist es tatsächlich gelungen einen gewissen Stand der Ordnung zu halten.

Aber, aber, was ich so fies finde: Setze ich einen oder zwei Tage aus, dann bricht sofort das Chaos über mich herein.

 

Es ist im Augenblick, da ich hier schreibe, für mich kaum möglich zu entscheiden, wo und wie ich anfangen soll. Ich habe so einiges behördliches zu erledigen, der TÜV steht an, mit meiner Tochter muss ich zum Arzt, ich selbst muss Termine machen, und und und.

Einige Versuche, mir Überblick zu verschaffen, angefangene Projekte, 1000 Ideen und keine Möglichkeit für mich eine Auswahl zu treffen. Das sind wohl die AD(H)S Probleme, die sich mir da präsentieren. Selbst dieses Projekt, darüber zu schreiben, scheint mir zu viel, zu lästig.

Dennoch habe ich mich entschieden, genau über diese Schwierigkeit zu berichten. Eine Lösung habe ich für mich nicht, aber ich sehe auch nicht daran vorbei.

Wisst Ihr was am meisten nervt? Ich suche jeden Tag irgendetwas, weil ich nicht weiß, wo ich es hingelegt habe. Zwar bin ich nicht mehr in  Panik, denn meistens taucht es irgendwo wieder auf, aber es kostet Kraft und Energie.

Dabei weiß ich was ich tun müsste….das Umsetzen ist das Problem. Das langfristig dran bleiben. Weil dann die Langeweile zuschlägt. Weil es dann soviel Kraft und Energie kostet…..Und das Chaos selbst nervt auch.

Vorgestern hatte ich einen Ausflug unternommen, der war superschön. Aber ich hatte mich übernommen und am nächsten Tag lag ich flach. Glaubt Ihr, wieviel Chaos sich ausbreitet wenn ich so kaputt bin? Und wieso ist es einfacher, leichter Choas anzurichten als Ordnung zu halten?

Bin grimmig mit mir selbst….und genau da liegt der Fehler. Denn ich kann ja nichts dafür. Deshalb sollte ich lieber freundlich mit mir sein. Mit mir einen Kaffee trinken und einfach irgendwo weiter machen.

Und das habe ich getan. Deshalb habe ich diesen Beitrag geschrieben….


12 Gedanken zu “Projekt 52 Wochen: Erwachsenen AD(H)S Ordnung – 4

  1. Liebe Gertrud, zunächst einmal danke, dass du das alles mit uns teilst!

    Ich habe gerade versucht deine Mailadresse herauszufinden, da du nun meine hier findest möchte ich dich bitten mir kurz zu schreiben, dann habe ich deine und dann schauen wir mal 😉

    herzliche Grüße
    Ulli

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  2. Ich las einmal, dass ein Mensch im Durchschnitt 10000 Dinge besitzt. Kürzlich habe ich sehr viele Bücher aussortiert und da gab es unheimlich Luft. Das war sehr befreiend und ich merkte, dass sich so viel im Back Office anhäuft und einen total voll müllt. Im Kleiderschrank genauso. Das soll jetzt nichts mit dir zu tun haben, musste aber jetzt dran denken: Vielleicht sind wir einfach manchmal mit 10000 Dingen überfordert? Nur so ein Gedanke, mehr nicht. Liebe Grüße, Heike

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