Eine Umfrage

Richard David Precht stellt in seinem Buch „Die Kunst kein Egoist zu sein“ folgende Frage:

Stellen Sie sich einmal vor, Sie besäßen ein unermessliches  Vermögen. Sagen wir zum Beispiel zehn Milliarden Euro. Eine unvorstellbare große Summe (wenn man sie nicht gerade zur Rettung einer Bank ausgibt). Dieses Geld braucht kein Mensch, und auch Ihre materiellen Bedürfnisse sind vollends befriedigt. Sie können das Geld also ausgeben, und zwar für einen guten Zweck. Und jetzt sind Sie an der Reihe.“ (Seite 38)

Ich gebe  diese Frage an Euch weiter und bin gespannt auf die Antworten. Vorsicht: Das Gute kann auch Folgen haben, die nicht gewollt und absehbar sind…….


44 Gedanken zu “Eine Umfrage

  1. Um Himmels Willen, ich könnte keine Nacht mehr ruhig schlafen!

    Ich würde mein Leben nicht grundlegend ändern, uns absichern, so weit es noch nicht hinreichend geschehen ist und den größten Teil für einen guten Zweck spenden. LG Anna-Lena

    PS: Was würdest du machen?

    Gefällt 1 Person

    1. Anna-Lena, jetzt hast Du vielleicht 5 Millionen ausgegeben. Was machst Du mit dem Rest?
      Mein erster Gedanke war, ein Freibad für meine Heimatstadt und ein bedingungsloses Grundeinkommen für ganz viele Leute zu stiften. Aber ich denke, ich habe auch erst einen Bruchteil ausgegeben. Ich bin ganz gespannt, was Precht für Vorschläge hat.

      Gefällt 2 Personen

      1. Ich denke, mir fallen da noch so einige Dinge ein. Unsere Schule soll komplett umgebaut werden. Auch wenn es mich nicht mehr betrifft, sollte eine großzügige Schullandschaft entstehen. Leider sind die Gelder schon wieder gekürzt worden. Das würde ich quasi aus der Portokasse dazu legen.

        Freibäder brauchen wir bei uns nicht, wir haben viele Seen. Aber ich würde den BER sofort abreißen lassen und da eine Naherholungsseenlandschaft errichten 😆 …

        Gefällt 3 Personen

  2. oh, ich könnte sehr gut schlafen, dann meine familie absichern und schließlich (unter anderem) eine stiftung gegen kinderarmut in deutschland gründen, deren vorsitzende ich wäre. dann hätte ich etwas zu tun (eine lebensaufgabe) und wäre abgesichert. perfekter plan. also bitte – her mit der kohle….

    Gefällt 2 Personen

  3. Ich würde mich zunächst mal ganz dem Schreiben verschreiben und nichts anderes mehr arbeiten! Ein Traum 😉 Dann auch uns absichern, was Schönes gönnen… Freunden was Gutes tun. Und mit dem Rest würde ich soziale Projekte unterstützen, die mir am Herzen liegen.

    Gefällt 1 Person

      1. ooookkkkkaaaaaaaayyyy……ich wüßte jetzt auch garnicht, wie ich das am besten erkläre…ich versuche es: du gibst ein thema vor und bittest andere blogger, etwas dazu zu schreiben (bis zu einem bestimmten datum). diese sollten dann in einem link auf dich und auf die blogparade aufmerksam machen. das mal so grob. ich habe zwar schon bei zweien mitgemacht, aber selber noch keine gestartet…

        Gefällt 2 Personen

      1. Ich würde natürlich gleichzeitig dafür sorgen, dass Geld gewinnbringend und okologisch einbandfrei angelegt würde. Vielleicht würde ich auch Häuser kaufen und umbauen. So, dass darin Senioren-Wohngemeinschaften entstehen, die eingebunden sind in ein funktionierendes Hilfesystem.

        Gefällt 2 Personen

    1. Nein, man kann natürlich immer Gutes tun, auch ohne Geld. Das ist klar. Die Kernfrage hast Du im zweiten Teil gestellt. Ist gar nicht leicht zu beantworten. Wenn es überhaupt „die“ richtige Antwort gibt. Vielleicht könnte man mit so einer großen Summe doch etwas wirklich sinnvolles bewirken? Oder wenigstens anschieben?

      Gefällt 3 Personen

  4. Ich bin der Meinung, das die kosten eines Projektes überhaupt nicht vorhersagbar sind.
    Ein Beispiel:
    Ich möchte alle Kinder einen Rollstuhl der besten Technik und Möglichkeiten individuell geben…Weltweit.
    Dann müssten diese erst für jedes Kind ausgemessen, angepasst und hergestellt werden. Kleinere Kinder wachsen, dass heißt sie brauchen in ihrem Leben mehrere Rollstühle. Hinzu kommt Wartung.
    Eventuell ist die Industrie auf eine große Nachfrage gar nicht eingestellt, es müssen also eventuell neue Fabriken hergestellt, Rohstoffe beschafft werden…..da kann man dann unendlich viel Geld investieren, um die Umwelt nicht zu schädigen.
    In einigen Ländern müssen vielleicht erst einmal Zufahrtswege zu Dörfern gebaut, Bedingungen geschaffen, damit die Kinder sich überhaupt mit Rollstühlen fortbewegen können. Dazu gehören immense Bestechungsgelder….
    Handwerker müssten ausgebildet werden, weil die Nachfrage steigt.

    Und das sind nur Rollstühle. Es gibt ja noch viel mehr: Trainings für Autisten, Krankengymnastik für jedes Kind. Talker der unterschiedlichsten Technik, Menschen die ausgebildet werden, diese zu bauen…..Basale Materialien…..

    Oder Gebärdensprache: Lehrer müssten ausgebildet werden, Unterrichtsmaterial hergestellt……usw. usf.

    Ein Projekt kann eine Größe annehmen, die ich persönlich gar nicht schaffen könnte. Und ein kleines Projekt kann so wachsen, dass dort unendlich viel Geld hineinfließt.

    Wahrscheinlich werden dann auch noch behinderte Erwachsene in mein Wohltätigkeitsprojekt fließen.
    Deshalb noch einmal meine Frage: Woher weißt Du das mein Projekt 2 bzw. 10Millionen kostet?

    Geht es um das Geld ausgeben als solches? Oder auch um Inhalte?

    Ich bin nach wie vor der Meinung, ein Einzelner kann sich nur überfordern.

    Der Ideelle Hintergrund meines Projektes: Gut ausgebildete Menschen, die ihren Fähigkeiten Raum geben können, werden Ideen entwickeln, die Welt besser zu machen.

    Ich setzte also beim Menschen an, der in die Lager versetzt werden soll, Probleme zu lösen.

    Gefällt 2 Personen

    1. Ja, natürlich hast Du recht. Ich kann nicht wissen, was ein Projekt kostet. Entschuldige, habe vor lauter Begeisterung etwas flapsig und vorschnell geantwortet. Und Du hast vielleicht auch noch längere Zeit über Dein Traumprojekt nachgedacht. Danke für Deine tolle Idee und Ausführung.

      Gefällt 1 Person

  5. Mir ging meine eigene Umfrage die letzten Tage selbst immer wieder durch den Kopf. Denkprozesse wurden angestoßen, nicht zuletzt durch Eure Kommentare.

    – Ich will mich weiter mit der Frage beschäftigen, wie ich mir die Welt in, sagen wir mal, 30 Jahren wünsche. Und zwar nicht alleine, sondern mit anderen Menschen zusammen. Denn nur wenn ich weiß, wohin ich will, kann ich die ersten Schritte unternehmen. Nun durchschaue ich meinen Entschluss auch besser, mich seit einem Jahr in unterschiedlichen Gruppen mit der Philosophie zu beschäftigen.

    – Ich kann die ganze Welt nicht verändern, aber ich kann mich um das Verstehen kümmern, wie alles mit allem zusammenhängt und wie mein eigenes (Konsum)Verhalten dazu beiträgt. Vielleicht trägt das zu ernsthaften Veränderungen bei. Einiges habe ich ja schon geschafft, aber in vielen Dingen bin ich wider besseres Wissens noch unbelehrbar!

    – In der Auseinandersetzung mit der 10 Milliarden Euro Frage habe ich Erkenntnisse gewonnen und es kristallisieren sich neue Ziele heraus. Ich kann darüber nachdenken, was ich mit meiner vielen freien Zeit (ich bin fast Neurentnerin) anfangen will und wie ich mich in meiner unmittelbaren Umgebung einbringen kann und will.

    – Wenn ich die utopischen 10 Milliarden hätte, würde ich mir und meinen Kindern 1 Million selbst gönnen, dann würde ich ein Büro einrichten, eine Stiftung gründen, ein/zwei Mitarbeiter(innen) einstellen und einen Rechtsanwalt.
    Ich würde hier ein neues Freibad bauen, weil ich selbst so gerne schwimme.

    Den Rest des Geldes würde ich teilen. Dann würde ich nicht mehr alleine entscheiden, sondern mit den anderen Stiftungsmitgliedern.

    a: Menschen und Gruppen würden unterstützt, die nicht nur wissen, dass unsere Ressourcen in absehbarer Zeit zu Ende gehen, wenn wir so weiter machen, sondern die sich auch aktiv für Veränderungen in ihrem eigenen Umfeld einsetzen. Es gibt schon zahlreiche Projekte, das wusste ich vor ein paar Wochen auch noch nicht!

    b: Bedingungsloses Grundeinkommen (1000 Euro monatlich) über ein Jahr für jeden, der sich darum bewirbt. So lange das Geld reicht. Voraussetzunge wäre: Pro Familie oder Bewerber nur ein Einkommen zur Zeit. Damit wäre der Reichtum auf viele gerecht verteilt. Und wer weiß, was die vielen Bewerber(innen) Gutes mit dem Geld oder ihrer (befreiten) Zeit tun…….

    Danke für Eure Geduld!

    Gefällt 1 Person

  6. 1 Milliarde sind 1000 Millionen und davon hätte ich dann 10. Hm. Da könnte ich mir doch tatsächlich nicht nur ein e-Bike leisten, sondern gleich die ganze Firma 😉
    Ich muss sagen, dass ich mir eine solche Summe nicht vorstellen kann. Natürlich würde das Finanzamt zuschlagen, ich brauche unbedingt einen Steuerberater! Könnte man mit soviel Geld die Rüstungsindustrie bestechen, keine Waffen mehr zu liefern? Könnte ich Monsanto kaufen?
    Ich würde das Geld in Bildung, Gesundheit, Arbeit und Forschung stecken. Und das überall in der Welt. Ich würde auch ein bisschen behalten, bzw. meiner Familie schenken und natürlich meiner Kirche, und wenn es eben geht, weiter arbeiten. Wenigstens halbe Tage, damit ich nicht völlig verlotter. Und dann würde ich Trinkgelder geben! Mal so richtig: den Müllmännern, der Klofrau und der Frau, die am Sonntag Brötchen verkauft. Aufbrauchen könnte ich das Geld vielleicht nicht, aber das wäre auch nie mein Ziel.

    Gefällt 1 Person

    1. Trinkgelder verteilen-Superidee! Je 10 000 Euro für die Verkäuferin und Klofrau steuerfrei. Meine Zeitungsfrau würde ihren Augen nicht trauen, wenn sie so viel „Weihnachtsgeld“ von mir im Umschlag hätte. Ich wäre hier in meiner kleinen Stadt berühmt und jeder würde wissen wollen, woher ich das viele Geld plötzlich habe….
      Eine I-Bike Firma wäre auch nicht schlecht! Du könntest jeden Tag ein anderes benutzen und die gebrauchten verschenken. Na ja, wahrscheinlich werden wir nie in die Verlegenheit kommen, solche Summen zu besitzen. Aber sich ausdenken, was man tun könnte, wenn….macht schon Spaß, oder? Liebe Grüße! Regine

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s