Schreibblockade in Blogzeiten

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Bisher schrieb Ilse einfach gern. Es war wie Luft zum atmen. Immer einen Stift in der Tasche, immer ein kurzer Satz im Sinn.

Ab und zu las sie ihrer Freundin vor.

Und die Ideen flogen ihr nur so zu.

Dann wagte Ilse sich an einen Blog.

Im Internet.

Aufregend.

Es kamen sogar Follower. Und Likes, und Aufrufe und so…..

Erst erfreute Ilse sich. Denn es tat gut, das es Menschen gab, die ihre Sätze mochten.

Aber so langsam schmolz die Ideenflut zu einer tröpfelnden Pfütze dahin.

Denn Ilse starrte die Statistiken an. Sie wartete auf ein Like. Auf einen Aufruf.

Sie fragte sich, was wohl gerne gelesen werden wollte.

Weshalb heute nur zwei Aufrufe kamen.

Sie wurde nicht mehr geliebt.

So ihr Gefühl.

Ilse setzte ihre Kommentare in andere Blogs strategisch, damit sie bekannt wurde….

Sie schrieb um den Blog am Leben zu erhalten.

Und ihre Ideen zogen um, verließen sie.


23 Gedanken zu “Schreibblockade in Blogzeiten

  1. Ich denke , Ilse sollte Ilse bleiben…..die Verfuehrung nur fuer mehr Traffic zu schreiben, ist anfangs gross….aber nach einer Zeit wuerde Ilse erkennen, dass es nur ein Scheinerfolg ist…..wahre Leser zu finden, dauert seine Zeit, gefaellt mir Klicker stehen um die Ecke, sind aber unbefriedigend…

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  2. Ich muss Kinder zustimmen. Schreibe, weil es dir Spaß macht und nicht um Erfolg zu haben. Schreiben macht frei!!!
    Deine Kommentare, waren hoffentlich nicht immer Strategie, sonst bin ich ein wenig traurig. 😦

    Grüne Grüße

    Mion

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      1. Klar……es ist zwar so das Figuren, die ich erfinde, immer etwas mit mir zu tun haben, aber ich bin nicht sie. Eine Figur hilft in den Dialog zu gehen…..Gefühle und Situationen auf die Spitze zu treiben…..aber es sind Figuren…..

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      2. Ich verstehe schon was, du tust und was du damit sagen möchtest – und ich finde es toll!! Metaphern sind was feines 😀
        Ich habe eben erst deine Rückantwort gemeldet bekommen, obwohl du dies vor vier Tagen geschrieben hattest..

        Hoffe ist ok…

        Grüne Grüße und einen schönen Abend wünscht Mion

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  3. borretsch, das glaube ich nicht, aber ich erinne mich an meine Anfänge vor ein paar Monaten…erst kommt alles aus dem Herzen, dann sieht man Zahlen, es werden mehr Follower, manche Dinge sind erfolgreicher und man kommt auf den Geschmack, mehr klicks haben zu wollen….man gewöhnt sich an das Gefühl und ist enttäuscht, wenn sie ausbleiben und probiert aus, was funktioniert und irgendwo bleibt dann die ursprüngliche Motivation auf der Strecke. Ich bin mir sicher, so oder ähnlich macht das jeder am Anfang durch…..und Ehrlichkeit in der Beziehung mag ich auch ;-))))

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  4. Ja und Nein….wie sagt man so schön….es wohnen viele Seelen in meiner Brust. WordPress selbst hat Interesse das die Blogs gelesen werden wegen der Werbung…..ich bin zwar Foren erfahren, aber nicht Blogerfahren. Jetzt muss ich bedenken dass ich nicht anonym bin. Jetzt fülle ich meinen Blog mit eigenen Themen und Bildern.
    Jetzt habe ich einen kleinen Kreis von Gesprächs-und Inspirationspartner/Innen….
    Die Fallen, die in so einer Community stecken sind mir hier noch nicht soooo bekannt.
    Dann sind da meine eigenen Erwartungen: Kommentiere ich, weil ich den Text gut finde….wie gehe ich damit um, wenn nur ich dort lese……usw. usf……

    Die Ilse Geschichte hat mir geholfen einen Standpunkt zu finden.

    Denn ich liebe es in anderen Blogs zu lesen, es inspiriert wenn Gespräche entstehen……ich will mich weiterhin von meinem Bauch leiten lassen. Aber es ist im Augenblick nicht so einfach den Kopf etwas zur Seite zu nehmen.

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  5. „Und ihre Ideen zogen um, verließen sie…“ Viele Ideen entstehen aus Begeisterung, Und die Freude wird größer, wenn diese geteilt und erwiedert wird… und dann wird es gefährlich…Jeder Reichtum kann zur Sucht werden und dann ist man schnell der Sklave seines Reichtums… Und wenn der dann auch noch schwindet und die „Freunde“ ausbleiben…

    Liebe Grüße,
    Frank

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    1. Ja, dieses Suchtpotiential sehe ich auch. Habe ich doch ernsthaft überlegt eine Freundin zu bitten meine Seite aufzurufen, damit eine Zahl rund wird…oder mich gar selbst von der Findevogelseite aus zu kommentieren….da merkte ich, das kann es nicht sein. 🙂

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      1. Hallo Gertrud.

        Wenn über die Bloggeritis geschrieben wird, ist das schon einmal sehr gut; dann ist es auf dem Tisch und rumort nicht im Trüben.

        Mit der Bloggerei habe ich ja nun auch so meine Erfahrung inzwischen.

        Ich habe einen Blog auf dem ich zuerst so meine Gehversuche im Schreiben gemacht habe. Da wurde und wird so gut wie nicht kommentiert.

        Dann bin ich auf einer Schreibseite, wo Gedichte und Kurzgeschichten veröffentlicht werden.

        Wer da regelmäßig schreibt und nicht rekommentiert, wenn er einen Kommentar erhält… 😉

        Und dann war ich halt auch auf „blog.de“, bis das geschlossen wurde…

        Da habe ich auch so einiges erlebt. 😉

        Und hier bin ich neu. 🙂

        Liebe Grüße,
        Frank

        Gefällt 1 Person

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